Sciencekompass

Studium

In Hamburg können Sie an der Universität Hamburg (UHH) Naturwissenschaften in den Fachbereichen Physik, Chemie oder Biologie studieren.

Physik studieren

Fachbereich Physik, UHH

Bachelor / Master

Physik

Nanowissenschaften

Geophysik/Ozeanographie

Chemie studieren

Fachbereich Chemie, UHH

Bachelor / Master

Chemie

Molecular Life Sciences

weitere Master

Kosmetikwissenschaft

Biologie studieren

Fachbereich Biologie, UHH

Bachelor / Master

Biologie

Holzwirtschaft

weitere Master

Angewandte und Molekulare Biologie der Pflanzen

Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften

Naturwissenschaftliches Denken ist überall gefragt

Eine klassische Tätigkeit in einer der drei Naturwissenschaften – Biologie, Chemie und Physik – ist die Arbeit in der Grundlagenforschung. An Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstituten arbeiten Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler daran, die Natur ein bisschen besser zu verstehen als bisher. Ob das Zusammenspiel der Moleküle in Zellen, die Eigenschaften von Nanokristallen oder die Existenz von Elementarteilchen im Fokus stehen – in der Naturwissenschaft werden Phänomene und die sie beschreibenden Modelle untersucht und beständig weiterentwickelt. Das vorrangige Ziel besteht hier vorerst in der Erkenntnis und dem Wissenszuwachs an sich. Eine spätere vielversprechende Anwendung wird dadurch natürlich nicht ausgeschlossen, so wie es zum Beispiel ohne die Grundlagenforschung zur Quantenmechanik keine Laser mit ihren vielfältigen Anwendungen gäbe.

Neben der Grundlagenforschung wird auch in der angewandten Forschung intensiv an der Erweiterung unseres Wissens über die Natur gearbeitet. Auch viele Unternehmen unterhalten Abteilungen zur „Forschung und Entwicklung“, in denen zu neuen Produktideen oder Verbesserungen bestehender Produkte geforscht wird. Das Spektrum reicht von der Entwicklung von Automobiltechnik über die Anwendung von Lasern in der medizinischen Diagnose der Blutzirkulation bis hin zur Optimierung von Sonnencremes. Die vielfältigen Bereiche und Möglichkeiten lassen sich hier gar nicht aufzählen – sobald Naturwissenschaften im Spiel sind, sind auch Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler mit dabei.

Sie sind aber auch darüber hinaus in vielen Bereichen der Arbeitswelt heiß begehrt. Dabei lässt sich auf den ersten Blick oftmals gar nicht genau verstehen warum, da die inhaltlichen Anforderungen scheinbar nichts mit Naturwissenschaft zu tun haben. Aber darauf kommt es in erster Linie auch gar nicht an – hoch geschätzt und dringend nachgefragt ist vielmehr ihr analytische Denken. Die Fähigkeit, sich selbstständig mit komplexen Fragestellungen auseinandersetzen und systematische Lösungen erarbeiten zu können, wird in einem naturwissenschaftlichen Studium in besonderer Weise geschult. Die hier erworbenen Fähigkeiten im Problemlösen und Modellieren können dann relativ einfach auf andere Bereiche übertragen werden.


Aufgabe der Naturwissenschaft ist es nicht nur, die Erfahrung zu erweitern, sondern in diese Erfahrung eine Ordnung zu bringen.

Niels Bohr


Ein naturwissenschaftliches Studium – was bedeutet das?

Wer sich für ein naturwissenschaftliches Studium entscheidet, sollte vor allem ein Interesse für das Fachgebiet mitbringen und den Dingen auf den Grund gehen wollen. Wer wissen möchte, warum welche chemischen Reaktionen ablaufen oder wie elektrische und magnetische Eigenschaften zusammenhängen, sollte Chemie oder Physik studieren. Wer sich vorrangig für die technischen Anwendungen begeistert und das Grundlagenwissen als Mittel zum Zweck sieht, ist in einem technischen Studium vielleicht besser aufgehoben.

Weiterhin erfordert ein naturwissenschaftliches Studium insbesondere in den ersten Semestern eine hohe Einsatzbereitschaft und eine gewisse Frustrationstoleranz. Das so hoch angesehene analytische Denken von Naturwissenschaftlern lässt sich nicht ohne viel Arbeit und Übung erwerben, auch Rückschläge und Sackgassen gehören dazu. In diesem Zusammenhang sind auch die hohen mathematischen Anforderungen, insbesondere in einem Physikstudium, zu erwähnen. Wer dies aber als Herausforderung begreift und sich auch manchmal durchbeißen kann, wird mit tiefen Erkenntnissen und einem umfassenderen Verständnis über die Natur belohnt.

In den ersten Semestern lernen alle Studierenden hauptsächlich die gleichen Inhalte. Zu den Grundlagen gehören Einführungen in die etablierten Theorien und Modelle, die in jeweils eigenen Veranstaltungen sowohl aus experimenteller als auch theoretischer (und ggf. mathematischer) Perspektive betrachtet werden. Eine Einführung in die grundlegenden experimentellen und theoretischen Arbeitsweisen gehört ebenfalls dazu. Im höheren Semester erfolgt dann eine zunehmende Schwerpunktsetzung. Dies betrifft zum Einen die Themenwahl, zum anderen muss man sich auch entscheiden, ob man eher experimentell arbeiten möchte und beispielsweise im Labor Versuche durchführt, ob man lieber an mathematischen Modellen tüftelt oder Computersimulationen entwickelt.


Hier sind Naturwissenschaften im Spiel – weitere Studiengänge mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt

Neben dem Studium einer der drei klassischen Naturwissenschaften Biologie, Chemie oder Physik ist es an der Universität Hamburg auch möglich, weitere Studiengänge mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zu wählen. Diese Studiengänge sind bezüglich der Themenwahl bereits stärker spezialisiert, beziehen dafür aber mehrere Fachbereiche mit ein und sind somit interdisziplinärer.

Die Studiengänge Geophysik und Mathematische Physik sind stark an der Physik orientiert, mit den entsprechenden Schwerpunkten in der Geologie und Geographie bzw. Mathematik. Beim Studiengang Computing in Science wird ein Schwerpunkt auf Informatik und Simulationen gelegt, bei Nanowissenschaften spielen physikalische, technische und chemische Zusammenhänge eine wichtige Rolle. In der Biotechnologie dreht sich alles um biologisch inspirierte Technik und Technik in der Biologie. Und wenn man Meteorologie oder Ozeanographie studiert, kann man nicht nur Wetterfrosch werden, sondern kann aufgrund der naturwissenschaftlichen Grundausbildung auch in vielen weiteren Bereichen arbeiten.