Informatikkompass

Studium

 

In Hamburg können Sie Informatik an der Universität Hamburg (UHH) und Angewandte Informatik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) studieren.

Fachbereich Informatik, UHH

Department Informatik (HAW Hamburg)

Studiendekanat Elektrotechnik, Informatik und Mathematik (TUHH)

 
Bachelor

Informatik, UHH

Wirtschaftsinformatik, UHH

Computing in Science, UHH

Mensch-Computer-Interaktion, UHH

Software-System-Entwicklung (SSE), UHH

Informatik Lehramt, UHH

Angewandte Informatik, HAW Hamburg

Technische Informatik, HAW Hamburg

European Computer Science, HAW Hamburg

Wirtschaftsinformatik, HAW Hamburg

Computer Science, TUHH

Informatik-Ingenieurwesen, TUHH

 
Master

Informatik, UHH

Wirtschaftsinformatik, UHH

Bioinformatik, UHH

IT-Management und -Consulting (ITMC), UHH

Intelligent Adaptive Systems, UHH

Informatik Lehramt, UHH

Informatik, HAW Hamburg

Computer Science, TUHH

Informatik-Ingenieurwesen, TUHH

Information and Communication Systems, TUHH

Informatik-Check

MIN-Check Informatik der UHH

Mit Informatik die digitale Welt gestalten

Wer hätte darauf wohl vor 70 Jahren gewettet: Dass wir das Wissen der ganzen Welt mit uns in der Hosentasche tragen, unsere Autos miteinander kommunizieren oder wir in nicht allzu ferner Zukunft nur Werbung für Produkte erhalten werden, die wir ohnehin kaufen wollen!

Für nicht wenige Menschen sind Internet, Digitalisierung und damit verbunden die Informatik vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks vor über 560 Jahren: eine Revolution mit enormen kulturellen und gesellschaftlichen Umbrüchen und auf jeden Fall spannend. Aber auch wenn man nicht die Historie bemüht, ist wohl unbestritten, dass die Informatik inzwischen in praktisch allen Bereichen des modernen Lebens vertreten ist, von der Unternehmens- und Arbeitswelt, über Logistik und Medien bis in die privaten Haushalte. 

Für die Zukunft sind Computer mit weniger als 1,5 Tonnen Gewicht vorstellbar.

Popular Mechanics, US-Technik-Magazin, 1949


Fit für die Informationsgesellschaft

„Ich daddel, also bin ich…“ – nicht automatisch der geborene Informatiker. Zukünftige Informatiker müssen auch nicht Schwarz tragen, Pizza lieben und dürfen mehr als drei Freunde haben, um nur mal einige der gängigen Stereotypen über diese Berufsgruppe aufzugreifen.

Machen wir es kurz: Das Image der Informatik ist so schlecht wie verkehrt. Man kann sehr wohl ohne Programmierkenntnisse das Studium aufnehmen und sitzt dann auch nicht tage- und nächtelang einsam vor dem Computer. Vielmehr geht es um die Anwendung der Grundlagen und Methoden aus Mathematik und Ingenieurwissenschaften. Für die Feldkompetenzen bedeutet das: Informatiker sollten logisch denken und schlussfolgern können und sie benötigen gute mathematische Fähigkeiten.

Dazu kommen aber auch soziale Fähigkeiten, die vielfach unterschätzt werden: Informatiker arbeiten in und an Projekten, also im Team, sie müssen kommunikationsstark, zuverlässig und kritikfähig sein. Wichtig weiterhin sind Konzentrationsfähigkeit sowie die Überzeugung, erfolgreich mit dem zu sein, was man gerade tut, plant und lernt. Psychologen sprechen von Selbstwirksamkeit.

Wer diese Voraussetzungen mitbringt, hat gute und vielfältige Berufsmöglichkeiten: Die Arbeitslosenquote unter ausgebildeten Informatikern ist sehr niedrig. Vor allem, wenn sie über Zusatzqualifikationen in anderen Disziplinen verfügen. Das gilt auch gerade in Hamburg. Die Hansestadt will Deutschlands führende IT Metropole werde. Ende 2014 arbeiteten hier bereits über 50.000 Menschen bei rund 10.000 IT-Firmen, meldet die Handelskammer. 


Informatik studieren – was bedeutet das?

Analysis, Lineare Algebra und Stochastik – die ersten Semester eines Informatikstudiums scheinen gar nicht so weit entfernt von einem Mathematikstudium. Daneben geht es aber auch um Algorithmen, formale Sprachen und Objektorientierung – die Grundlagen der Informatik. Je nach Hochschule, Ausrichtung (Fachhochschule oder Universität) und Schwerpunkt unterscheiden sich die Studiengänge erheblich. Die Gemeinsamkeiten heißen:

  • Wissenschaftlichkeit: Die Fähigkeit der mathematischen Beweisführung muss geübt werden.
  • Forschungsorientierung: Die Entwicklung in Theorie und Praxis ist rasant, aktuelle Forschungsergebnisse fließen in die Lehre und Abschlussarbeiten mit ein.
  • Handwerkszeug: Programmiersprachen muss man sich auch selbst beibringen können.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vier typischen Teildisziplinen der Informatik, die sich besonders in den späteren Semestern stärker voneinander unterscheiden:

  • Theoretische Informatik: Hier geht es um Grundlagenforschung, komplexe Systemen sollen auf der Grundlage formaler Modelle untersucht, verstanden und gesichert werden. Diesen Schwerpunkt findet man an Universitäten. 
  • Praktische Informatik: wird auch oft mit Softwareentwicklung gleichgesetzt. Konkrete Aufgabenstellungen sollen analysiert und mittels Datenbanken, Programmiersprachen und Betriebssystemen gelöst werden. Die Praktische Informatik findet sich sowohl an Fachhochschulen als auch Universitäten.
  • Technische Informatik: Sie hat ihre Wurzeln in der Elektrotechnik und erfährt aktuell einen zusätzlichen Boom durch intelligente Objekte des täglichen Lebens sowie das Internet der Dinge. Dabei untersucht sie die Hardware von der Schaltungslogik bis zum Prozessor und wird an Fachhochschulen angeboten. Ebenso wie die
  • Angewandte Informatik: Sie setzt Konzepte aus allen drei Teildisziplinen in konkreten Anwendungsgebieten außerhalb der Informatik um (wie Medizin, Biologie oder BWL).

Viel Informatik drin – Internet der Zukunft & Autonome Systeme

Die Teildisziplin „Angewandte Informatik“ macht es schon deutlich: Die Informatik ist in unserer modernen Gesellschaft Basis und Querschnitt zugleich, daher kommt sie auch in vielen interdisziplinären Studiengängen zum Zuge. Wer also mehr als „nur Informatik“ studieren will, schaue sich folgende grundständigen Studiengänge näher an:

  • Wirtschaftsinformatik (UHH/HAW): stellt die Grundlagen der Informatik in den Dienst von Organisationen und Themen wie Unternehmensführung oder Rechnungswesen.
  • Computing in Science (UHH): verbindet Naturwissenschaft und Informatik.
  • Elektrotechnik und Informationstechnik (HSU) oder Informatik-Ingenieurwesen (TUHH): ist ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet und beschäftigt sich mit Elektronik und Regelungstechnik in der modernen Industrie.
  • Mensch-Computer-Interaktion (UHH): verbindet theoretische Grundlagen aus der Informatik und Psychologie mit anwendungsorientierten Themen.